Der gute Schein: Ein Kessel voll Buntes…

Gutscheine: Der gute Schein

Lichtaufgang

Konsumenten werden aktuell von allen Seiten mit Gutscheinen bombardiert. Rabattgutscheine hier, Versankostengutscheine dort – für Levis Jeans, Tschibo-Artikel, für iPads in Verbindung mit Soundsystemen, für Apothekenartikel wie OMEP gegen Sodbrennen – und: für Bücher. Ein weites Feld, ein Kessel voll Buntes eben.

Etwas genauer unter die Lupe genommen haben wir einmal die Website meingutscheincode.de. Übrigens auch bei Facebook vertreten, mit aktuell fast 5000 „Followern“. Man findet Gutscheine und Schnäppchen für nahezu 1500 Online-Shops. Um Angebote in Bezug auf Literatur zu finden, muss man in der Textsuchmaske den Begriff Buecher anstatt Bücher eingeben, um fündig zu werden. Ehrlich gesagt wenig hilfreich, zumal auch der Begriff „Literatur“ zu keinem Ergebnis führt. Die Suche nach Shops von A-Z ist eher mühselig, sofern man nicht exakt weiß, was man sucht. Kein Wunder bei ca. 1500 Online-Shops. Ist aber eine andere Geschichte.

Gefunden haben wir aktuell (Laufzeit bis 30. Juni 2011) eine Gutscheinaktion in Zusammenarbeit mit dem Online-Händler buecher.de. Erwartungsgemäß finden sich im Angebot keine Bücher, die wir bevorzugt im Wortreich präsentieren. Vielmehr wird auf der Promotionseite die nahezu gesamte Produktpalette von buecher.de abgedeckt, die auch Musik, Filme und Software umfasst. Aus gutem Grund.

Rechtlich gesehen unterliegen Bücher nach wie vor der Buchpreisbindung. Will heißen: Möchte man den Gutschein bei seiner Bestellung tatsächlich einlösen, führt kein Weg an einer CD, an Software oder anderen Artikeln vorbei, die eben nicht jener Buchpreisbindung unterliegen. Braucht man also sowieso gerade die Duden Rechtschreibprüfung als Software, kann man sich getrost Bücher mit in den Warenkorb legen. Aktuell zum Beispiel Hochzeitsflug von Yusuf Yesilöz oder Ausschau halten nach Tigern von Stefan Petermann. So wird ein Gutschein dann doch zu einem echten Gutschein. Jedenfalls aus unserer literarischen Sicht.

(Erstveröffentlichung unter community.daswortreich.de)

Arnold Schwarzenegger schrei(b)t sich erneut in die Geschichtsbücher

Sollte ich etwas versäumt haben, bitte ich um eine Mitteilung. Soweit ich die Thematik jedoch verfolge, werden in Kalifornien (als erster Regierungsbezirk) gedruckte Schulbücher abgeschafft werden. Aus rein pragmatischen Gründen. Damit dürfte wohl die Diskussion über das E-Book als Medium der Zukunft beendet sein. Und Arnold Schwarzenegger wird sich wie einst mit dem Film Conan der Barbar zur Blütezeit der Blumenkinder erneut einen Platz in den (vermutlich digitalen) Geschichtsbüchern reserviert haben.

Ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung: Die Meldung bei N.TV

Der große Leser/innenspagat

Wie man von anspruchsvoller Prosa auf Romanisch und Deutsch in einen Sumpf sexueller Beliebigkeit gerät, geht ganz schnell und ganz einfach: Man folge den Interessen „anderer Kunden“. Allein der Glaube daran fehlt mir. Viel Spass (dreckiger Smilie). Und erregen Sie sich bitte nicht zu sehr.

Schritt 1: Bitte klicken
Schritt 2: Bitte klicken
Schritt 3: Bitte klicken
Schritt 4: Bitte klicken

usw…

Die Lyrik ist tot. Es lebe die Lyrik.

Im vorangegangen Post habe ich über die Turbulenzen geschrieben, in die der Verlag Urs Engeler Editor geraten ist. Wir bedauern das, aber belassen es nicht dabei. Mit unseren bescheidenen Mitteln möchten wir den Verlag unterstützen. Mehr Infos im Wortreich.

Urs Engeler in Tubulenzen.

So wie es aussieht, wird die Edition Urs Engeler nach Erscheinen des Herbstprogrammes eingestellt. Traurig für die Lyrikszene, für die es immer enger wird. In einem aktuellen Interview im Börsenblatt äußert sich Urs Engeler zur gegenwärtigen Situation.

Wir stecken ja nicht nur in einer Wirtschaftskrise, sondern in einer umfassenden geistigen Krise

Erneut zum Thema Internetzensur

Wie es effektiver und gründlicher geht, ist hier nachzulesen. Unter anderem. Es scheint, als bewege sich etwas.

Grundgesetz lesen

Am 23.05. ist es soweit. Es läuft (so hoffe ich doch) deutschlandweit die Flashmob-Aktion „Grundgesetz lesen. Wann und wo? Mehr Infos findet Ihr hier: Bitte klicken. Wer das Grundgesetz nicht zur Hand hat, kann es sich hier herunterladen und ausdrucken.  Eine gute Gelegenheit, einmal wieder darin zu stöbern. Man sieht sich.

Schneetage wird auf meinem Rezensionsnachttisch landen.

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Lernprozess: Das richtige Futter

Es ist gar nicht so einfach, seinen Feedreader mit den richtigen Keywords zu versorgen, damit er das listet, was man so sucht.

Happy Birthday Max Frisch

Max Frisch zählt für mich nach wie vor zu den großen Intellektuellen. Heuer wäre er 98 Jahre alt geworden. Gerade lese ich „Homo Faber„, eher ein Zufall. Das Buch stand lange Jahre in meinem Regal und ist beim letzten Umzug verschwunden. Wohin auch immer. Auf dem Weg zu meinem Stammcafé habe ich „Homo Faber“ für 1 Euro erstanden. Und nein: Ich hatte kein schlechtes Gewissen deswegen.

Über Max Frisch gibt es bei youtube einen eigenen „Kanal“ mit Videos. Passend zum Buch einen, den ich hier einmal direkt einbinde (sollten Copyrights verletzt werden, bitte ich um Mitteilung und werde den Video wieder entfernen):